MSG III: Tabellenführer holt nächsten Sieg ohne Glanzleistung

Goldstein/Schwanheim III – MSG Schwarzbach III 20:30

Der von vielen erwartete heiße Tanz, gespickt mit taktischen Raffinessen, wenn sich der Liga-Primus die Ehre gibt, blieb aus. Die erfolgsverwöhnten Recken der Spielgemeinschaft aus Kriftel und Hofheim schafften es immerhin, sich von den Fangesängen der Heimmannschaft nicht beirren zu lassen und ihr bestes D-Klasse-Niveau aufs Parkett zu zaubern. Gäbe es eine E-Klasse hätte man sich an diesem Tag bestimmt auch diesem Niveau angepasst. Von Lethargie geprägt, agierten beide Teams zunächst mäßig konzentriert und motivationslos. Das größte Highlight in Hälfte eins blieb demzufolge eine Störung durch eine leere Wasserflasche, in der Halle nebenan, beim Volleyballspiel, die bereits am Vortag umfiel. Immerhin konnte man sich gegen Ende der ersten Halbzeit mit vier Treffern Differenz etwas absetzen und Trainer Steffen Wipfler nutze in der Halbzeitpause die Möglichkeit, in der Kabine taktische Anweisungen zu geben. „Einfach mal drauf, so wie früher, Zack, in die Ecke“, gab er die weitere Marschroute gewohnt präzise vor. Allen voran Christoph Schappert nahm sich dies zu Herzen und traf zweimal sehenswert mit jeweils 35 Metern Anlauf schnörkellos ins lange Eck. Besonders hervorzuheben bleibt, dass Geburtstagskind Jens Köpcke mit seinem Treffer zum 30:20 sich selbst und der gesamten Mannschaft noch ein versöhnliches Geschenk machte.

Es spielten: Jakobi, Müller (Tor), Piddiu, Schappert (je 9), Köpcke (4), Knoche (3), Fries, Schopper (je 2), Schmitt (1), Götsch, Huhmann

MSG III: Dritte beeindruckt mit schnörkellosem Spiel

TG Sachsenhausen II – MSG Schwarzbach III 27:38 (10:22)

Am Sonntagabend gastierte die erweiterte Reserve der MSG in den heiligen Hallen in Sachsenhausen. Die dem Zerfall trotzende Sportstätte galt bis dato als Festung der TG. Ehrfurchtsvoll, aber höchst konzentriert, herrschte schon in der Kabine und während der Vorbereitung auf das Spitzenspiel der Bezirksliga D eine knisternde Spannung. Letztlich war es erneut Trainer Steffen Wipfler, der mit seiner gewohnt enorm motivierenden Ansprache seine Spieler zur Höchstform trieb. Mit den Worten „Die sind richtig, richtig stark. Vermutlich gehen wir sang und klanglos unter, aber habt einfach Spaß“, legte er den Grundstein für das, was folgen sollte. Kapitän Piddiu marschierte vorneweg und konnte das erste Kräftemessen bei der Seitenwahl bereits entscheiden. Bei dem, was den zahlreich mitgereisten Fans dann geboten wurde, blieb kein Auge trocken. Die Gäste überzeugten mit enormer Spitzigkeit in der Abwehrarbeit und schnörkellosem Angriffsspiel, so dass sie sich binnen fünf Minuten auf 7:2 absetzen konnten. Der „Bär aus der Kapellenstraße“, Torwart Tobias Jakobi, schien unüberwindbar. Die Mannschaft spielte weiter furios auf, so dass sie mit einer haushohen Führung die Seiten wechselte. Die austrainierten Mannen der MSG aus Hofheim und Kriftel ließen nun nichts mehr anbrennen und konnten einen nie gefährdeten Auswärtssieg einfahren. „Beeindruckend“, resümierte der Gegner anerkennend über die Leistung der Gäste. Gegenüber den Medien fand erneut Kapitän Piddiu, mit zwölf Treffern erfolgreichster Schütze, noch in der Mixed-Zone der Arena tröstende Worte für die Heimmannschaft: „Das Ergebnis war in dieser Form nicht unbedingt zu erwarten. Wir sind letztendlich auch sehr dankbar und können uns glücklich schätzen, dass wir mit Fries und Götsch gleich zwei Recken in unseren Reihen wissen, die auch schon deutlich höherklassig gespielt haben.“ Sinnbildlich für diese geschlossene Mannschaftsleistung bleibt anerkennend zu erwähnen, dass die Verletzten Balser und Deubel bis zum Schluss an der Seitenlinie verharrten und mit „Prima, prima“- Sprechchören die Mannschaft emotional unterstützten.

Es spielten: Jakobi, Müller (Tor), Piddiu (12), Schappert (7), Burkhardt, Köpcke (je 5), Fries, Racky (je 3), Knoche (2), Kriz

MSG III: Vierter Sieg im vierten Spiel – eine Augenweide und ein Personalpoker

MSG Schwarzbach III – TSG Nordwest/Frankfurt II 29:16

Die erweiterte Reserve der BOL-Mannschaft lässt weiterhin aufhorchen und konnte in ihrem „Wohnzimmer“ Schwarzbachhalle den vierten Sieg im vierten Spiel einfahren. Die mit dünn besetztem Kader angereisten Gäste kamen anfangs besser ins Spiel und konnten sich direkt mit 2:0 in Führung bringen. Das war allerdings auch ihre einzige Führung. Trainer Steffen Wipfler gelang es, die Abwehr zu stabilisieren, und auch im Angriff konnten die Spielzüge besser durchgespielt und abgeschlossen werden. Über die schnellen und treffsicheren Außenspieler konnte das Spiel zurückgeholt und zunehmend deutlicher und klarer gestaltet werden. Die mangelnde Konsequenz verhinderte sogar ein höheres Ergebnis. Besonders hervorzuheben bleibt, dass Max Götsch, nicht nur wegen seines Äußeren, die Emotionen der vornehmlich weiblichen Fans auf der Tribüne zum Kochen brachte. Mit beherztem Einsatz überwand er den Gäste-Keeper ein ums andere Mal gekonnt lässig. „Es ist eine Augenweide, diesem Jungen beim Sport zuzuschauen“, kommentierte die Vereinsspitze hocherfreut.

Eine Notiz mit Augenzwinkern: Zu später Stunde kam noch eine Personalfrage auf die Verantwortlichen des Vereins zu. Auch im entfernten München blieben die jüngsten Erfolge des Headcoachs Wipflers, und damit vorrangig seine mentale Arbeit in der Kommunikation mit den Spielern, nicht unbemerkt. Münchens Teammanager „Brazzo“ hatte am Abend noch Kontakt zur JSG-Vereinsführungen aufgenommen, um über den wohl spektakulärsten Trainerwechsel im deutschen Spitzensport zu verhandeln. Es ist nichts ausgeschlossen, Stand jetzt, geht man im Kreise der Mannschaft allerdings davon aus, dass Wipfler weiter das Training der MSG III leiten wird.

Es spielten: Müller, Jakobi (Tor), Götsch, Schappert (je 6), Knoche, Racky (je 5), Piddiu (3), Fries, Schopper (2), Deubel, Köpcke

MSG III: Siegesserie wird weiter fortgesetzt

HSG Neuenhain/Altenhain III – MSG Schwarzbach III 21:24 (10:15)

– Katze aus der Lindenstraße mutiert nach Umzug zum Bären aus der Kapellenstraße –

Am Sonntag gastierten die Mannen der erweiterten Reserve der MSG bei der HSG Neuenhain/Altenheim III, wodurch sich auch die älteren Semester bestens aufgehoben fühlten. Bis auf Debütant Kriz, der sich beim Pilzesammeln im Wald verlief, trafen alle Spieler pünktlich, ausgeruht und voller Elan in der berühmt-berüchtigten Kahlbachhalle ein. Leider musste das Team auf einige Rückraumrecken verzichten, wodurch die taktischen Varianten eingeschränkt waren.
Von Wipfler dennoch gut eingestellt, starte man mit konsequenter Abwehrarbeit und schnellem, schnörkellosem Offensivspiel und konnte sich binnen 6 Minuten auf 5:1 absetzen. Der Rest der ersten Halbzeit verlief unspektakuläre, man lies lediglich zu viele Chancen ungenutzt um sich weiter absetzen zu können.
Taktisch stellten sich die Gastgeber neu auf und brachten mit offensiver Abwehrarbeit deutliche Unruhe ins Angriffspiel der Spielgemeinschaft Kriftel/Hofheim. Der Vorsprung schmolz und wurde egalisiert. Der zur Halbzeit für Müller ins Tor gerückte Jakobi, vielen bekannt als die Katze aus der Lindenstraße, verteidigte sein Tor bärenstark mit allen Körperteilen. Nach drei knallharten Gesichtstreffern in Folge, gab er den Kasten wieder an Müller zurück. „Schmerzen und Kopftreffer sind Belohnung für jeden Torwart, ich bin stolz das Tor mit allem verteidigt zu haben.“ resümierte Jakobi noch im Pressebereich. „Zuhause liefen schon noch ein paar Tränen“ gestand seine Frau auf Nachfrage am Morgen danach.
Die Mannschaft berappelte sich daraufhin und zeigte sich geschlossen und mit großem Siegeswillen, was die nötigen Extrakörner mobilisierte um einen 24:21 Auswärtssieg einzufahren und zwei weitere Punkte zu sichern.
Leider muss das Team auf das Debüt von Frank Basler weiter warten, der sich im Abschlusstraining eine Verletzung am Sprunggelenk zuzog. Wir wünschen gute und rasche Genesung.
Ein zuweilen relativ unspektakuläres Spiel wird jedoch durch Bukowskis Live-Ticker sicherlich in Erinnerung bleiben. Gesichert ist auch die Getränkeversorgung der kommenden Trainingseinheiten durch die (Re-)Debütanten Kriz, Götsch, Deubel und Stolz, sowie eine Undiszipliniertheit von Schappert.

Es spielten: Müller, Jakobi (tor), Piddiu (8), Burkhardt, Fries, Huhmann, Schappert (je 3), Knoche, Schopper (je 2), Deubel, Götsch, Kriz, Stolz

MSG III: Saisonstart nach Maß

MSG SCHWARZBACH III – Goldstein/Schwanheim III 32:17 (14:8)

Die erweiterte zweite Reserve fieberte die komplette dreiwöchige Vorbereitung durchweg dem Saisonstart entgegen und durfte endlich ihr Können gegen die jungen Gäste unter Beweis stellen. Von Trainer Steffen Wipfler eingestimmt, legten die Mannen mit viel Spielfreude los und konnten sich durch konsequente Abwehrarbeit und schnörkellosem Angriffsspiel schnell auf 7:1 absetzen. Dank der Unterstützung einiger aufstrebender Talente der MSG II stand der Spielgemeinschaft aus Kriftel und Hofheim eine starke Bank zur Verfügung, so dass problemlos und ohne qualitative Einbußen gewechselt werden konnte. Demnach wurde das Tempo stets hoch gehalten, und einzig die Chancenauswertung zum Ende der ersten Halbzeit ließ zu wünschen übrig. Ungefährdet und zu jeder Zeit kontrolliert, konnte ein nie gefährdeter Sieg eingefahren werden. Als einziger Wermutstropfen bleibt, dass es einzig Torwart Stefan Müller leider erneut nicht gelang, sich in die Liste der Torschützen einzureihen, jedoch leistete er in der Abwehr hervorragende Dienste und ließ lediglich 17 Gegentore zu. „Mit dem 32:17 Erfolg bin ich sehr zufrieden, die Mannschaft agierte geschlossen und mit viel Spielfreude. Demnach werden wir weiter daran festhalten und die Trainingszeit zum größten Teil mit Trainingsspielen ausfüllen“, resümiert der Trainer zufrieden. Über den tollen Erfolg dürfte auch die Gemeinde Kriftel zufrieden sein. Der Großteil der Zuschauerschar fand im Anschluss an das Spiel den Weg zu den „Spielen im Park“, so dass sich die Bedenken der Spielansetzung bezüglich einer „Gegenveranstaltung“ nicht bewahrheiteten.

ES SPIELTEN: Müller (Tor), Wilhelm, Idrissou (je 5), Piddiu, Racky (je 4), Wessely (3), Köepke (2/1), Burkhard, Weimann (je 2), Huhmann, Fries, Schopper, Schappert (je 1)