MSG dreht Spiel und siegt in letzter Sekunde

Männer I: TG Eltville – MSG Schwarzbach 27:28 (15:12)

So unglücklich die MSG Schwarzbach vor zwei Wochen in Petterweil durch einen Gegentreffer in letzter Sekunde verlor, so viel Spielglück hatten die Männer nun beim Auswärtsspiel gegen den Vorletzten aus Eltville. Es ging in die berüchtigte „Hölle am Wiesweg“, wo seit Jahren kein Sieg mehr gelang.

Die Mannschaft von Trainer Daniel Rossmeier – der auch in der kommenden Saison an der Seitenlinie stehen wird – erwischte einen denkbar schlechten Start und lief fast über die gesamte Partie einem Rückstand hinterher. Die 6:0-Abwehr fand kaum Zugriff, immer wieder kam Eltville zu einfachen Durchbrüchen und Treffern aus dem Rückraum. Hinzu kamen zahlreiche technische Fehler und eine schwache Wurfquote. So ging es mit einem Drei-Tore-Rückstand in die Kabine.

Auch nach der Pause änderte sich zunächst wenig. In Minute 42 lag die MSG mit sechs Toren zurück, Abwehrchef Jonathan Karaus kämpfte mit Rückenproblemen und Ben Büchter war nach einem Gesichtstreffer sichtbar angeschlagen. Doch trotz dieser Widrigkeiten zeigte das Team eine starke Reaktion und gab sich nicht auf. Coach Daniel Rossmeier stellte auf eine offensive 5:1-Deckung um – mit Erfolg.

Die Schwarzbacher bekamen nun besseren Zugriff auf das Spiel, unterbanden Eltvilles Tiefenläufe und arbeiteten sich Tor um Tor heran. Beim Stand von 26:23 für die Gastgeber folgte eine starke Phase der MSG: Vier Treffer in Folge bedeuteten die erste Führung des Spiels. Zwar gelang Eltville noch einmal der Ausgleich, doch wenige Sekunden vor Abpfiff war es Kevin Pappisch, der den letzten Angriff eiskalt verwandelte und den umjubelten – wenn auch etwas glücklichen – Sieg sicherte.

Mit dem Erfolg rückt die MSG auf den fünften Tabellenplatz vor und hat nun Tuchfühlung zum Drittplatzierten. Im nächsten Spiel wartet ein echter Brocken: Am Samstag, den 29. März, empfängt die Spielgemeinschaft aus Hofheim und Kriftel den Tabellenführer aus Rüsselsheim in der Kreissporthalle (Anwurf: 17:00 Uhr). Im Hinspiel trotzte man dem Favoriten bereits ein Unentschieden ab – für Spannung ist also gesorgt.

Es spielten: Patrick Ammon, Pirmin Haas (Tor), Marc Stroh (3/3), Christian Schröder (2), Ben Büchter (2/2), Leonard Groth, Jonathan Karaus (2), Malte Braun (5), Jannik Poch, Connor Pfeil, Jacob Eid (1), Kevin Pappisch (7), Mika Weiner (5)