MSG I: die alternative Kadervorstellung 2017/18

Andre

Dass die MSG überhaupt noch in der B-Klasse spielen darf liegt auch an ihrem Schlussmann. Der hält nämlich in aller Regel seinen Kasten derart akribisch sauber, dass es nicht verwundern würde, wenn Andre in den wenigen Momenten des Spiels, in denen die Partie nicht direkt vor seinem Tor stattfindet, Pfosten und Latte mit Seife und Lappen blankpolierte. Müsli verriegelt nunmal seinen Kasten. Ebenso sorgsam legt er seine Sportklamotten an. All day long.

 

Janik

Vor nicht allzu langer Zeit spöttelte ein Ex-Mitspieler über Janiks unschuldiges Pennäler-Aussehen. Das möchte ich prophylaktisch nun in aller Höflich- und Demütigkeit dementieren, damit ich nicht im Falle einer persönlichen Konfrontation mit Janik in die Berufsunfähigkeit gepowerslamt werde. Gegen besagten Teamkameraden legte Janik nämlich eine derart räudige Sense aufs Parkett, dass er per Gerichtsbeschluss nun nur noch im schwarzen Kapuzenumhang wird auflaufen dürfen. Und ich werde ab sofort abends vor dem Schlafengehen unter dem Bett nachsehen, ob nicht ein Janik darunterliegt, um mir mit einer gezielten Clothesline die Luft abzuschnüren.

 

Lukas

Quizfrage: In einem luftleeren Raum, was fällt dort langsamer zu Boden: eine Bowlingkugel oder eine Feder? Richtig: Lukas. Was er in seiner Freizeit macht, weiß ich nicht. Wenn man aber sieht, mit welcher Humorlosigkeit Tyson Junior seine 7-Meter ins Tor schweißt, gehe ich davon aus, dass er nach Feierabend Falschparker aufschreibt, im Park frisch verliebten Pärchen auf die Picknickdecke furzt, im Kino den Leuten das Ende des Films verrät oder auf Kindergeburtstagen die Torten vom Tisch schubst. Aber wie gesagt: ich weiß es nicht.

 

Konstantin

Eines der beliebtesten rhetorischen Mittel des Ex-TV-Experten Mehmet Scholl ist der Jeremies-Konjunktiv. Der geht ungefähr so: »Das sieht ja ganz nett aus, was Spieler xy da auf den Rasen zaubert, aber wenn der Jens Jeremies jetzt noch spielen würde, der hätte ihm aber ordentlich, also da hätte er nicht lange Freude an seinem Gefummel gehabt. Da wäre spätestens nach dem zweiten Übersteiger die Grätsche geflogen gekommen.« Konsti kann darüber nur lachen, während er Bud-Spencer-mäßig Jens Jeremies im Schwitzkasten hält, auf einer Rolle Stacheldraht kauend und Motoröl hustend. Keine Pointe.

 

Johannes

Beruflich verdingt Stocky sich als Vorherbild-Model. Auf dem Spielfeld sticht er vor allem durch wahnwitzige Abwehrkünste auf Links-Außen hervor, wo er in schöner Regelmäßigkeit mehr Fehlentscheidungen trifft, als Lothar Matthäus auf dem Standesamt. Eines der Gründungsmitglieder der MSG und dementsprechend inzwischen auch ein wandelndes Geheimratsecken-Mahnmal.

 

Christian

Atze kann viele Dinge, die ich nicht kann. Handball spielen zum Beispiel, oder mit Anfang Dreißig keine unwegtrainierbare Wampe haben. Außerdem wirft »el Capitano«, im Tierkreiszeichen des Duracellhasen geboren, gerne auch mal Traumtore, die so schön sind, dass Heidi Klum das dringende Bedürfnis verspürt, ihnen ein Foto zu überreichen. Für ein Exklusivinterview zum Thema »Geile Derbytore« habe ich Atze indes leider nicht erreicht. Er war wie jeden Sonntag damit beschäftigt, professionelle Marathonläufer ins Erschöpfungskoma zu rennen.

 

Melvyn

Es gibt nur eine Handvoll unumstößlicher Wahrheiten in diesem Universum: Die Erde dreht sich um die Sonne. Auf der Erde fallen Objekte nach unten, sofern sie nicht von einer anderen physikalischen Kraft daran gehindert werden. E ist gleich mc zum Quadrat. Filme mit Adam Sandler sind scheiße. Käse ist toll. Außerdem: Günther geht immer. Und: für Melvyn gibt es nicht genug Hantelscheiben im Kraftraum.

 

Marius

Was ist nur mit Marius passiert? Noch letztes Jahr umspielte unseren Halblinken der Hauch des melancholisch-sensiblen Steinewerfers, der ab und an einen Weltklassewurf aus dem begnadeten Handgelenk schüttelt, dann aber wieder ein ganzes Spiel abtaucht und mit gesenktem Kopf über den Platz trabt, ganz der ach so grausamen Welt und dem Schicksal ergeben. Und nun? Nun kann man praktisch die Hornhaut auf Marius Oberarmen sehen, vom ständigen Ärmelhochkrempeln. Kloppt im Mittelblock auf alles, was zwei  – oder mehr – oder weniger – Beine hat und nimmt sich in der entscheidenden Phase gegen Nordenstadt einen Stemmwurf, der heute noch fliegen würde, wenn da kein Netz im Weg gewesen wäre.

 

Marcel

Die Hälfte ist geschafft. Überlege, ob ich zur Belohnung ein Pullmoll aus der Schreibtischschublade nasche. Mehr ist nicht erlaubt. Nicht im Hinblick auf alles, was noch kommt. Schon gar nicht beim Anblick von Marcels Oberkörper. Wie eine antike Statue. Weiß und hart. Besteht er aus Marmor? Und ich? Bestehe wohl aus Marmorkuchen.

 

Marc

Denken wir uns ein wenig zurück in die gute alte Zeit, als es beim Training mehr Medizin- als Handbälle gab und Blutkotzen ein Zeichen von toller Kondition war. Alterspräsident Marc ging durch diese Schule, die sich aber offensichtlich auszahlt. Man erwartet zwar jeden Moment, dass er mit Nasenpflaster auf das Spielfeld tritt, aber Erfahrung der Sorte »abgewichst«  gab es halt nur in den 90ern.

 

Max

Wenn ich das Verletzungspech eines Max Schuberts hätte, ich würde ich aus Angst vor neuen Verletzungen prophylaktisch alle Gliedmaßen amputieren und als Jabba-the-Hut-artiger Blob ein bewegungsarmes Leben auf der Couch führen. Was meinem gegenwärtigen Lebensstil eigentlich recht nahe kommt. Wie dem auch sei: Max zieht es vor komplett ohne Vorbereitung einfach so mir nichts dir nichts wieder auf absolutem Top-Niveau zu spielen, als wäre Handball die einfachste Sache der Welt, und 60 Minuten Dauersprint in etwa so anstrengend wie ein Kururlaub in Bad Hersfeld.

 

Daniel

Trägt seit einiger Zeit einen derart großartigen Vollbart, dass selbst Al Borland neben ihm aussieht wie ein frisch rasierter Nacktmull. Und er trägt ihn noch so lange, bis die MSG ihr erstes Spiel verliert. Gilt somit als Motivationskünstler der Mannschaft. Gegen Kastel aber zeigte Icke nun, dass er durchaus auch für die schäbigen Seiten des Spiels zu haben ist, als er in der 55. Minute seinen Gegenspieler mit gestreckter Becker-Faust in den Brustkorb flog. Ein Foul, so kung-fu-ig, dass Jackie Chan zuhause spontan mit einem Dropkick in den TV-Schrank sprang. Dass Icke nur zwei Minuten bekam, war indes ein ziemlicher Witz. Für ein solches Foul bekommt man laut offiziellem Regelwerk nämlich glatt Rot und einen eigenen Mortal Kombat-Charakter.

Jonas

Mehr so ein sachlicher Spieler. Einer, der auch im Bezirksamt eures Vertrauens arbeiten könnte. Hat vermutlich in der Kabine einen Leitz-Ordner, in dem er die Laufwege seiner Gegner abheftet. Dazu einen Stand-PC mit einem 17er Röhren Bildschirm, auf dem unentwegt der Standardbildschirmschoner läuft. Der mit den 3D-Röhren. Nicht spektakulär, aber immer am Mann. Immer blitzgescheit. Außer nach drei Bier. Dann verliert er beim Tabu selbst gegen Hodor.

 

Moritz

Wirkt oft, als würde er eher diesen, mit dem Handball nur entfernt verwandten Sport betreiben, bei dem halbnackte Briten sich an einer Dorfmauer entlangdrücken, den Ball jeweils in ihre Kneipe quetschen wollen, aber niemand weiß, wo dieser Ball sich eigentlich befindet. Am Ende schafft Moritz es zumeist aber in »Slow-Mo« irgendwie zum Zapfhahn, was als amtierender Bierwart – und somit noch zwei Stufen über dem Kapitän – auch nur recht und billig ist.

 

Beate

Beate hat immer gute Laune. Immer. Wenn sie diese aber mal nicht hat, hier eine Liste der Dinge, die ich dann lieber machen würde, als ihr krumm zu kommen. Einen Liter Tabasco exen. Mir die Fußnägel mit der Flex und verbundenen Augen schneiden. Einem schlafenden Braunbären das Fell rasieren. Sämtliche Steckdosen der Halle mit Stricknadeln auf ihre Funktionstüchtigkeit testen. Den Bauarbeitern gegenüber nach einem langen Arbeitstag die Füße waschen. Mit Xavier Naidoo über die Staatsform der BRD diskutieren. Ende der Liste.

 

Andi

Was wohl in Andis Büchlein so steht, das er vor seinen Spielen und Trainingseinheiten konsultiert? Vielleicht »Liebes Tagebuch, wie findest du das neue Helene Fischer-Album? Ich affentittengeil.« Vielleicht »Butter, Käse, WC-Reiniger, Paprika, Wodka (den guten Ahmatov), Erwachsenenwindeln.«, oder einfach ein lapidares: »Hattersheim, lol«. Ich weiß es leider nicht. Was ich aber weiß, ist, dass Andis Büchlein so viel Einfluss auf ein Spiel nehmen kann, dass Ewald Lienens Zettel nun ehrfürchtig Papa zu ihm sagen.

MSG I: Souveräner Start-Ziel-Sieg

Durch einen ungefährdeten 30:18 (15:8) über die TuS Dotzheim III bewahrt die MSG Schwarzbach ihre blütenreine Weste in der Bezirksliga B. Wie auch in den bisherigen Heimspielen überzeugten die Schützlinge von Andreas Neubauer und Beate Wohleben durch eine gute Defensive gepaart mit einem starken Tormann.

Nur in den ersten Minuten gestalteten die Dotzheimer Handballer das Spiel offen und setzten sich gut in Szene, scheiterten dann aber zu oft an Andre Daaboul. Die Schwarzbacher fanden einfache Mittel gegen die 5:1 Abwehr der Dotzheimer und folgerichtig stand es alsbald 8:2. Die Dotzheimer taten sich aus dem Rückraum schwer und versuchten so über den Kreis zu Toren zu kommen, was hie und da auch gelang. Die reifere Spielanlage zeigte jedoch der Gastgeber und so war beim Halbzeitpfiff des immer souveränen Schiedsrichters Dirk Zimmerschied der Drops eigentlich schon gelutscht.

Zu Beginn von Durchgang zwei waren die Gäste noch gleichwertig, um dann im weiteren Verlauf den schwindenden Kräften Tribut zollen zu müssen. Die Schwarzbacher wechselten viel, was dem Spielfluss aber keinen Abbruch tat. Nach den 18:12 und 27:14 Zwischenständen war beim 30:18 Schluss.

Nächste Woche erwartet die MSG Schwarzbach den TV Idstein II zu Gast in der Brühlwiesenhalle. Am Samstag um 17.45 Uhr wollen die Männer um den geschonten Kapitän Schröder ein weiteres gutes Heimspiel folgen lassen.

 

Es spielten:

Daaboul, Pfeffer (Tor), Echtermeyer (1), Ickstadt (4), Irmer (1), Krüger (5), Schröder, Schubert (4), Stockhofe (8/4), Stroh (3), Theis (3), Walter (1), Wötzold

MSG I: Auswärts stottert der Motor noch gewaltig

27:23 (15:10) gewinnt die MSG Schwarzbach bei der HSG Hochheim/Wicker II, und das trotz einer sehr ernüchternden zweiten Halbzeit. Dennoch stehen jetzt 8:0 Punkte und damit ein unerwarteter zweiter Tabellenplatz auf der Habenseite, eine komfortable Situation, die es nun nach Möglichkeit beizubehalten gilt.

Von Anfang an nahm sich die MSG Schwarzbach vor keinen Zweifel aufkommen zu lassen, wer als Sieger vom Platz gehen sollte. Zwar stand die 3-2-1 Abwehr in den ersten Minuten nicht ganz sattelfest, stabilisierte sich allerdings in den folgenden Minuten deutlich. Im Angriff wurde die offensive gegnerische Defensive regelmäßig ausgehebelt, folgerichtig ging es sukzessive über 3:0 und 7:4 auf 13:8. Einzig die mangelhafte Chancenverwertung verhinderte ein höheres Halbzeitergebnis als das 15:10.

In der Halbzeit äußerte Trainer Andreas Neubauer dennoch durchaus deutliche Kritik an dem bisher Geleisteten, eine Maßnahme die auch zu fruchten schien. Angeführt von ihrem erneut überragenden Kapitän Christian Schröder setzten sich die Schwarzbacher bis zur 40. Minute auf 8 Tore ab. Dann jedoch folgte Fehler auf Fehler, der gegmerische Tormann schien schier alles zu halten und die Hochheimer bestraften ihre Gäste konsequent in zweiter Welle und Gegenstoß. Einzig und allein Torwart Andre Daaboul hielt weiter dagegen, parierte beim 23:21 in der 52. Minute noch einen 7-Meter und sorgte so dafür, dass die Schwarzbacher den Sieg dann doch irgendwie nach Hause geschaukelt bekamen. Man  hätte sich nach Durchgang zwei auch nicht beschweren dürfen, wenn ein Punkt in Wicker verblieben wäre. Dementsprechend war es auch nicht nötig den eingesprungenen Steff Müller einzusetzen, der sich dankenswerter Weise bereit erklärt hatte den fehlenden Janik Pfeffer im Tor zu ersetzen.

Am kommenden Samstag um 18.30 Uhr gastiert dann die TuS Dotzheim III in der Schwarzbachhalle. Diese luchsten letzte Woche der TG Kastel II einen Punkt ab, die Schwarzbacher sind also gewarnt und müssen sich deutlich steigern, um ihre weiße Weste beizubehalten.

 

Es spielten

Daaboul, Müller (Tor), Echtermeyer (1), Gärtner, Ickstadt (2), Irmer (3), Krüger, Schröder (11), Schubert (1), Stockhofe (6/4), Stroh (1), Theis (1), Wötzold (1)

MSG I: DERBYSIEG

Ein Derby hat seine eigenen Gesetze. Sagt man so. Dementsprechend kündigten die Hattersheimer an die MSG Schwarzbach nicht unterschätzen zu wollen. Das nahmen sich die Schützlinge von Andreas Neubauer dann auch vor und setzten sich nach anfänglich leichten Schwierigkeiten souverän mit 30:17 (14:7) durch.

5:5 stand es nach 7 gespielten Minuten bereits und das Spiel sah auf beiden Seiten gleich aus. Jede Mannschaft spielte jeweils einen Ablauf um schlussendlich mit kernigen Würfen aus der zweiten Reihe sicher zu netzen. Die Schwarzbacher brachten Mal um Mal ihren starken Kapitän Christian Schröder in Wurfposition, während der Mittelblock sich nach der Anfangsphase ein wenig stabilisierte. Dementsprechend zogen die Schwarzbacher weg, auch weil die Mannschaft als Kollektiv funktionierte und zudem auf alle Abwehrvarianten des Gegners eine Antwort hatte. Egal wen Neubauer brachte, derjenige lieferte. Unaufhaltsam setzten sich die Gastgeber zum 14:7 Halbzeitstand ab.

Die Marschroute für Durchgang zwei war also klar: weiter so. Und die MSG machte auch einfach weiter. Daaboul und Pfeffer im Tor trieben die gegnerischen Schützen zur Verzweiflung, während vorne nun Krüger und Wötzold für Duftmarken aus dem Rückraum sorgten. Hattersheim fand weiter nur selten Lösungen gegen die kompakte Deckung der Schwarzbacher und kam so nie mehr in Schlagdistanz. Dank einer konzentrierten Leistung und guten Einstellung behielten die Gastgeber also die Punkte souverän zu Hause und freuten sich über ein rundum gelungenes Wochenende, nachdem vorher die Damen II schon souverän ihr Derby gewannen und die erste Damenmannschaft den ersten Sieg in der dritten Liga aus Chemnitz mitbrachte.

Nächsten Sonntag tritt die MSG dann bei der HSG Hochheim/Wicker II an und möchte ihre Miniserie natürlich fortsetzen. Mit einer ähnlich engagierten und konzentrierten Leistung darf man auch dort auf Zählbares hoffen, weiß aber aus der schmerzlichen Vorsaison auch, dass ohne vollen Einsatz nirgends in der Klasse gepunktet werden kann.

 

Es spielten:

Daaboul, Pfeffer (Tor), Echtermeyer, Gärtner (2), Ickstadt (5), Irmer (1), Krüger (3), Schröder (5), Schubert, Stockhofe (4), Stroh (1), Theis (6/2), Walter (1), Wötzold (2)

MSG I: Trotz schwacher Leistung doppelt gepunktet

Manchmal gibt es Tage, an denen will einfach nichts zusammenlaufen. In diesen Fällen bleibt einem als Handballer letztlich einzig der Kampf, und auch nur so lässt sich der zweifache Punktgewinn bei der TG Kastel II für die MSG Schwarzbach erklären, die mit einem 5 – 0 Lauf in den letzten Minuten das Spiel noch irgendwie drehen konnten.

Von Anfang an stotterte der Angriffsmotor der Gäste. Selten erspielten sie sich klare Chancen, wobei man neidlos anerkennen muss, dass Kastel gut eingestellt war und geschickt deckte. In der Defensive spielte der quirlige Mittelmann der Heim-Sieben den gegnerischen Abwehrverbund schwindlig. Hätten die Schwarzbacher nicht mit einer guten Trefferquote von den Außenpositionen über Daniel Ickstadt und Konstantin Walter geglänzt, wäre der sehr schmeichelhafte Halbzeitzwischenstand von 12:14 wohl deutlich höher ausgefallen.

Doch auch in Durchgang zwei wurde es im Angriff nicht besser. Dafür stabilisierte sich die Deckung, Torwart Daaboul kam zu einigen Paraden und so wurde der Abstand zumindest nicht größer. Beim 20:20 in der fünfzigsten Spielminute glichen die Schwarzbachmannen angeführt von Marc Stroh aus, um postwendend wieder mit 22:20 in Rückstand zu geraten. Danach gelang den Kastellern allerdings kein Tor mehr, primär bedingt durch einen bärenstarken Konstantin Walter in der Defensive. Dementsprechend kamen die Schwarzbacher auch endlich mal in die zweite Welle – die ein kaltschnäuziger Melvyn Irmer entweder selbst abschloss, oder gut verteilte – und feierten so letztlich einen unverdienten 22:25 Sieg.

Dem verletzten Kasteller Spieler wünscht die MSG auf diesem Wege eine schnelle Genesung.

Mit solch einer Leistung gibt es im Derby gegen Hattersheim allerdings wohl keine Punkte zu holen. Zum Glück bleiben noch zwei Wochen bis zum 22. Oktober, wenn die Hattersheimer um 16 Uhr in der Schwarzbachhalle gastieren. Vorher spielen bereits die Krifteler Damen II ebenfalls gegen die Hattersheimer Frauenmannschaft, und dürfen sich hoffentlich genau wie die MSG über eine pickepackevolle Halle freuen.

Es spielten:

Daaboul (Tor), Echtermeyer (1), Gärtner, Ickstadt (5), Irmer (3), Krüger, Schröder (2), Stockhofe (5/2), Stroh (2), Theis (3), Walter (3), Wötzold (1)

MSG I: Gelungener Auftakt

Mit 32:24 (15:14) gewinnt die MSG Schwarzbach ihr Premierenspiel unter Trainer Andreas Neubauer und kann sich über einen gelungenen Start freuen. Torwart Andre Daaboul mit unzähligen Paraden und ein eiskalter Daniel Ickstadt avancierten bei der Heim-Sieben zu den Matchwinnern.

Von Beginn an merkte man dem Team an, dass es heiß war die Punkte heute bei sich zu behalten. Jeder gehaltene Ball und jede gelungene Angriffsaktion wurde bejubelt – und das zu Recht, schließlich gastierte nicht irgendwer in der Brühlwiesenhalle, sondern immerhin der TuS Nordenstadt, die einzige Mannschaft, die die Schwarzbacher in der Vorsaison nicht bezwingen konnte. Rasch setzten sich die Neubauer-Schützlinge ab, über 3:1 und 6:5 auf 9:5. Wötzold und Theis standen stabil auf ihren Halbpositionen in der Deckung, während man sich vorne viele freie Chancen erarbeiten konnte. Dann jedoch kam Nordenstadt stärker auf, profitierte von einigen technischen Fehlern und überhasteten Abschlüssen aus den Reihen der Heimmannschaft und verkürzten bis zum Pausenpfiff noch auf ein Tor.

Auch unmittelbar nach der Halbzeit blieb es eng. Beim 19:20 führte Nordenstadt, ehe die Schwarzbacher von einigen glücklichen Pfiffen profitierten und sich so auf 25:21 Tore absetzten. Außerdem vernagelte Daaboul hinten seine Kiste, griff 3 Siebenmeter ab und vereitelte zahlreiche freie Chancen der Nordenstädter, die sicherlich mit der schwachen Chancenverwertung hadern werden. Vorne traf Ickstadt nach Belieben, allerdings wurden ihm auch gute Räume erspielt, da die Heimmannschaft die Manndeckung gegen Stockhofe tadellos löste. Nordenstadt deckte immer offensiver, Schwarzbach bestrafte das, vor allem Marc Stroh gefiel hier mit einer geschickten Spielleitung. Mit der Schlusssirene verwandelte Ickstadt dann noch einen direkten Freiwurf, eine Szene sinnbildlich für das Spiel. Letztlich war der Sieg dann verdient, fiel aber einige Tore zu hoch aus.

Nächste Woche müssen die Schwarzbacher bei der TG Kastel II antreten, wo sie sicherlich eine ähnliche Leistung erbringen müssen um Zählbares zu entführen.

Es spielten:

Daaboul, Pfeffer (Tor), Echtermeyer (2), Gärtner (3), Ickstadt (7), Irmer (3), Krüger (1), Schröder, Stockhofe (8), Stroh (3), Theis (6/3), Walter, Wötzold

MSG I: Vorbericht zur Saison 17/18 – Nur zusammen kann es gehen

Team – Team – Team. Diese Losung haben Coach Andreas Neubauer und Beate Wohlleben zur kommenden Saison ausgerufen und bis jetzt verinnerlichen ihre Schützlinge dieses Motto.

Dementsprechend geht ein guter Trainer mit gutem Vorbild voran. Angefangen bei der beeindruckenden Zusammenarbeit mit Reserve-Coach Steffen Wipfler in der ersten Vorbereitungsphase, über die Einbeziehung der gesamten Mannschaft in die Findungsphase der zweiten Periode bis hin zur harmonischen Zusammenarbeit mit Betreuerin Beate Wohlleben.

Doch anders kann es auch nicht gehen, denn die großen Einzelkönner fehlen dieses Jahr in der Mannschaft und so achtet Neubauer akribisch darauf, dass alle Spieler mit in den Spielprozess eingebunden werden, ein Puzzleteil, das in den letzten Jahren häufig vermisst wurde.

Zwar fehlten Max Schubert mit wiederkehrenden muskulären Problemen, sowie der, in seiner Abwesenheit wiedergewählte, Kapitän Christian Schröder und Links-Außen Konstantin Walter urlaubsbedingt über weite Teile der zweiten Vorbereitungsphase, aber dennoch hat man das Gefühl, dass die Mannschaft zusammenwächst.

Die Neuankömmlinge aus der Reserve um Marc Stroh, Konstantin Walter, Moritz Gärtner und Melvyn Irmer finden sich immer besser in die Mannschaft ein und bringen alle ganz eigene Qualitäten mit. Aus der A-Jugend macht Jannik Pfeffer dem arrivierten Andre Daaboul im Tor ordentlich Druck und beiden tut der Konkurrenzkampf sichtlich gut.

Vor allem in der Abwehr hat Neubauer ordentlich durchgemischt und kitzelt ungewohnte Qualitäten aus seinen Spielern. So überraschen Lukas Theis und Konstantin Walter immer mehr auch mal im Deckungszentrum oder auf den Halbpositionen, während erfahrene Kräfte sich auf den Außenpositionen „ausruhen“ dürfen. Besonders Marcel Wötzold zeigt sich stark verbessert in seiner Abwehrarbeit und ist so tatsächlich zu einer Alternative in der Defensive herangereift.

Nach holprigen Testspielergebnissen zu Anfang der Ära Neubauer, zeigten die Schwarzbacher zuletzt durchaus ansprechende Ergebnisse und – vielleicht noch wichtiger – eine attraktive Spielweise, so verkaufte man sich gegen zahlreiche A-Ligisten teuer.

Dementsprechend möchte die Mannschaft den Blick dieses Jahr nicht wieder Richtung Abstieg richten müssen. Natürlich ist man hier immer darauf angewiesen, dass einen nicht wieder eine Verletztenwelle trifft, aber inzwischen ist jede Position doppelt gut besetzt, so dass auch kleinere Ausfälle kurzfristig kompensiert werden können.

Es weht ein neuer Wind durch die Hallen Kriftels und Hofheims, der den Staub der letzten Jahre davonwehen soll, ob dies gelingt: man darf gespannt sein.

Los geht es am 30.09. allerdings gleich mit einem Hammerlos. Die Nordenstädter gelten als Aufstiegskandidat Nummer eins, müssen aber um 17.30 Uhr in der Hofheimer Brühlwiesenhalle antreten. Dort will auch erstmal gewonnen werden, vor allem da die Schwarzbachjungs sich auf die Fahne schreiben die unbestrittene Heimstärke weiter aufrecht zu erhalten. Dass Nordenstadt mit dem Rückenwind zweier bereits absolvierter Pflichtspiele antritt, während die MSG ihre Premiere feiert, soll keine Ausrede werden.

 

Die MSG Schwarzbach I steht in der Startlöchern für die zweite Vorbereitungsphase

Während Coach Steffen Wipfler die Reserve der MSG Schwarzbach bereits diese Woche wieder in die Halle gebeten hat, dürfen die Handballer der „Ersten“ noch eine Woche regenerieren, bis es in die Vorbereitungsphase II geht.

Nachdem Neutrainer Andreas Neubauer erst einmal alle Mann wieder in einen Topf geschmissen und kräftig gerührt hatte, fiel ihm die Auswahl der 14 Akteure für die erste Mannschaft sichtlich schwer. „Die Tür ist immer offen, ich möchte auf eine hohe Durchlässigkeit achten“ begann er das große Casting. Und die Spieler der MSG hatten es ihm auch schwer gemacht. Nie weniger als 14 Mann erschienen zum Training, teilweise deutlich über 20. So standen Neubauer und Wipfler nicht nur vor der Aufgabe zwei funktionierende Mannschaften heraus zu filtern, eine konditionelle Basis zu legen, Spieler zu verbessern und zu sichten, sondern auch das ganze strukturell überhaupt zu wuppen. Zum Glück merkte man schnell, dass es auch zwischen den beiden Trainern stimmte, so dass deren genaue Absprachen zu einem effektiven Trainingsbetrieb führten. Hilfreich dabei sicherlich auch Betreuerin Beate Wohlleben, die mit gestrengem Blick die Kraftübungen überwachte, Warmmachspiele leitete und sonst sowieso jetzt schon die gute Seele der Mannschaft zu werden scheint.

So sind beide Übungsleiter fast ein bisschen wehmütig, dass es von nun an wieder getrennte Wege gehen heißt. Aber auch das gehört dazu, wenngleich durch sich überschneidende Trainingszeiten die Nähe der beiden Mannschaften noch gefördert werden soll. Bis jetzt sind die Schwarzbachmannen auf jeden Fall begeistert und so ließen sich gar einige alte Hasen reaquirieren, die nochmal weiterhelfen wollen. Der letztjährige Spielgestalter der Zweiten Marc Stroh schnürt so nun die Schuhe für die Erste und auch Christoph Schappert versprach zur Verfügung zu stehen, sollte Not am Mann sein. Außerdem rutscht Konstantin Walter auf Links Außen, Melvyn Irmer ebenfalls auf der Mitte und Moritz Gärtner am Kreis aus der zweiten Mannschaft nach oben. Aus der A-Jugend  begrüßt die Männer I Jannik Pfeffer, der nun fest im Kader der Ersten eingeplant ist und Malte Braun, welcher immer mal wieder aushelfen soll. Somit können die schmerzlichen Abgänge Alex Lehrs (SG Sossenheim), Olaf Schwöbels (Karriereende), Jonas Hallers (beruflicher Wegzug nach schwerer Verletzung) und Mattias Markovics (TSG Eddersheim II) allesamt aus den eigenen Reihen kompensiert werden.

Jetzt gilt es die vielen „Neuzugänge“ schnell zu integrieren, auch wenn das erfahrungsgemäß dauert. Beim Langenhainer Rennewäms-Cup sah das auf jeden Fall schon gar nicht so schlecht aus, auch wenn nur die TSG Eddersheim II geschlagen werden konnte, zeigten die Spieler gegen allesamt deutlich hochklassigere Gegner (Dotzheim, Breckenheim, Langenhain) gute Spiele und mussten sich jeweils nur knapp geschlagen geben.

Deshalb heißt es bis zum 30. September zu schwitzen, schuften und ackern, wenn der Saisonauftakt gegen die TuS Nordenstadt wartet, gleich ein ordentlicher Gradmesser, gelten die Nordenstädter doch auf jeden Fall als Aufstiegskandidat.

 

Alicante 2017 – Flamongos on Tour

Donnerstag 23.09 Uhr

 

Während die meisten Menschen dieser Zeitzone langsam gen Bett streben, macht sich eine leichte Aufregung über Kriftel West und Hofheim Ost breit. Die diesjährige Abschlussfahrt steht vor der Höllentür und wartet nur darauf die Bestreiter in ihren Bann zu ziehen. Ziel bleibt von den gewitzten Organisatoren Luigi und Rafael geschickt vertuscht.

 

Freitag 3.24 Uhr

 

In der Außenstelle Hofheim Süd-West werden die letzten Vorbereitungen für das „Zielunbekannt-Outfit“ abgeschlossen. Hässlich können sie.

Freitag 11.45 Uhr

 

Jubel brandet auf. Moritz hat Bier mitgebracht.

Freitag 12.36 Uhr

 

Mit nur 31 Mitstreitern zwar stark dezimiert, aber alle da. Alle haben einen Ausweis. Damit war so nicht zu rechnen. Was soll jetzt noch schief gehen?

 

Freitag 13.46 Uhr

 

Timo überzeugt mit ungeahnten Ortskenntnissen und lotst die Gruppe aufmerksam und sicher zum ersten WC des Flughafens.

 

Freitag 14.09 Uhr

 

Der letzte Mohikaner wird am Flughafen eingefangen. Die Truppe ist komplett. Das bemerkt auch die Bundespolizei und sperrt großzügig um die Gruppe ab. Die Flucht zum Gate gelingt.

 

Freitag 14.32 Uhr

 

Das Reiseziel wird bekannt gegeben. Alicante. Handys werden gezückt, Google weiß: Sonne, Strand, Meer. Entzückensschreie. Leider weiß Google auch: Hierbas.

 

Freitag 14.45 Uhr

 

Felix und Heinz, besser bekannt als Team Oranjehaut, überzeugen durch ihr juveniles Aussehen in Folge einer Schminksession.

Freitag 15.00 Uhr Abflug

 

„Das waren die Geschichten, die einem im Gedächtnis bleiben, selbst, wenn man noch zu klein war, um sie zu verstehen. Aber ich glaube, Herr Frodo, ich versteh’ jetzt. Ich weiß jetzt: Die Leute in diesen Geschichten hatten stets die Gelegenheit umzukehren, nur taten sie’s nicht. Sie gingen weiter, weil sie an irgendetwas geglaubt haben! Es gibt etwas Gutes in dieser Welt, Herr Frodo, und dafür lohnt es sich, zu kämpfen!” – Samweis Gamdschie, 3019 D.Z.

 

Freitag 17.12 Uhr

 

Trotz größter Befürchtungen: dem Team Flamongo kann es jetzt endlich spanischen Boden unter den Füßen wegziehen.

 

Freitag 17.49 Uhr

 

Ankunft Hotel. Schönes Parkhaus gibt’s da.

 

Freitag 19.00 Uhr

 

Tapas mit 31 Mann. Roland und Emmerich überlegen sich zusammen zu tun, um die Jagdszenen apokalyptisch nachzustellen.

Freitag 21.05 Uhr

Das nächste Eiscafe wird kurzerhand in ein Bierland umgewandelt.

 

Freitag 23.09 Uhr

 

Ein großer Nebel zieht über Alicante und mir auf. Außerdem: Schnupfen. Denke oft an die Zeit als ich noch durch beide Nasenlöcher atmete. Ich war ja so dekadent.

Flucht in die umliegenden Clubs. Erinnerungen verblassen.

 

Samstag 7.45 Uhr

 

Zeit das fasten zu brechen, wie der Anglophile anzumerken wüsste. Nach einer Karaffe Bier und der Nummer 13 kann der Tag langsam beginnen.

 

Samstag 9.12 Uhr

 

28 Grad. Leber, was willst du mehr?

 

 

Samstag 10.56 Uhr

 

Aufbruch zum Kart fahren. Der geneigte Autor dieser Zeilen kann dafür aufgrund eines kurzen – von langer Hand geplanten – Zwischenschlafs nun keine Details liefern.

 

Samstag 14.30 Uhr

 

Der Strand hat uns wieder. Er freut sich sehr. Team Flamongo findet Miss Flamongo.

Samstag 17.11 Uhr

 

An der Eisbude stehen sie schon wieder an wie Oma 45 für eine Handvoll Kartoffeln und bezahlen 1000 Mark für Flieder-Senf-Sorbet. Dabei wissen sie nicht, dass mit San Michael und Heineken so Gutes,  so nah auf sie wartet.

 

Samstag 19.47 Uhr

 

Aufbruch zum Essen. Unterschiedlichst interpretiert, aber überall gleich begleitet.

Wichtig: Flamongos können im Gegensatz zu ihren Artgenossen, den Flamingos, nicht auf einem Bein stehen.

 

Sonntag 00.30 Uhr

 

Das Flamongogehege ist geöffnet, wir finden uns wieder. Diverse Clubs und Bars, sowie Team Danish Dynamite leiden unter unserer Aufmerksamkeit.

 

Sonntag 3.45 Uhr

 

Hypermercado 13 an der Strandpromenade wird geplündert. Der Hafen gilt seit 3.38 Uhr offiziell als besetzt. Der kleine Lord übt Hochschuss mit Wein-Tetra-Paks.

 

Sonntag 11.30 Uhr

 

Checkout. Zimmer werden fluchtartig verlassen, Utensilien und Kameraden rücksichtslos dem Hotel überlassen, denn…

 

Sonntag 12.08 Uhr

 

El playa. Mit Helmut, Helmuts kaputtem Handy, Helmuts „Frau“ und Hierbas. Außerdem in verschiedenen Hauptrollen: eine Box, diverse Servesas, Fortuna.

 

Sonntag 15.30 Uhr

 

Rückweg zum Hotel, Musik und Cheeseburger begleiten die Flamongos. Der Transfer wird mit donnernden  Chören nach vorne gepeitscht.

 

Sonntag 19.24 Uhr

 

Trotz zweier vorübergehend unauffindbar Rückflugtickets darf die ganze Gruppe einsteigen. Nicht alle freuen sich darüber gleichermaßen.

 

Sonntag 19.30 Uhr

 

Wer die Menschen einst fliegen lehrt, der hat alle Grenzsteine verrückt; alle Grenzsteine selber werden ihm in die Luft fliegen, die Erde wird er neu taufen — als „die Leichte“.

 

Friedrich Wilhelm Nietzsche

(1844 – 1900), deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

 

Sonntag 22.30 Uhr

 

Beleidigung ist eine Straftat. Deshalb versuchen die Flamongos sich bis zum Pfingstturnier wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Schön war es. Auf bald.

Männer I: Keine Punkte trotz guten Kampfes

Die MSG Schwarzbach muss sich der TuS Nordenstadt mit 31:28 (15:11) geschlagen geben, kann jedoch über weite Strecken zufrieden mit der gezeigten Leistung sein.

Schon in der vorhergegangenen Trainingswoche musste die MSG den ersten Rückschlag einstecken. Der sich in bestechender Form befindende Marius Krüger muss die Saison mit einer Knieverletzung bereits beenden und wird erst zur kommenden Vorbereitung wieder zur Verfügung stehen.

In der Anfangsviertelstunde zeigten beide Mannschaften ein ausgeglichenes Spiel, Nordenstadt kam immer wieder aus der zweiten Welle oder dem schnellen Anstoß zu einfachen Toren, die MSG Schwarzbach versuchte es spielerisch zu lösen. Danach wurde das Spiel von beiden Seiten ruppiger und die Gäste haderten mehr mit dem Gegner und dem Schiedsrichter, als sich auf das Spiel zu konzentrieren. Hätte Andre Daaboul das Schlimmste nicht verhindert, das Spiel wäre wohl schon zur Halbzeit entschieden gewesen. Mit dem 15:11 war die Seeharschtruppe zum Pausenpfiff also noch gut bedient.

In Durchgang zwei arbeiteten die Gäste sich nach und nach heran, angeführt vom genesenen Christian Schröder verkürzte die MSG auf 15:13, musste danach aber einige Zeitstrafen einstecken. Beim 20:14 sah das Spiel nach einer klaren Sache aus, bis wohl auch Nordenstadt dem hohen Tempo Tribut zollen musste und ihr Umschaltspiel weniger in Szene setzen konnten. In Minute 56 waren die Schwarzbacher auf ein Tor herangekommen, schafften es aber letztlich nicht mehr nochmal auszugleichen und mussten sich so auch leistungsgerecht einer guten Nordenstädter Mannschaft beugen. Neben Daaboul wussten Kapitän Schröder und der unermüdlich kämpfende Markovic zu gefallen, auch das Debut von Malte Braun kann als durchaus gelungen bezeichnet werden. Außerdem ist mit Max Schubert in den letzten Spielen eine echte Alternative auf der halbrechten Deckungsposition entstanden.

Nächsten Sonntag um 18 Uhr gastiert die HSG Hochheim/Wicker II am Schwarzbach, mit der man sich im direkten Duell um Platz 6 streitet. Die Spieler und die Offiziellen hoffen auf die zahlreiche MSG-Fan-Gemeinde und Zuschauer zu diesem Spiel, um unsere städtische Sporthalle Schwarzbachhalle in einen Hexenkessel zu verwandeln.

Es spielten:
Daaboul, Pfeffer (Tor), Braun (1), Echtermeyer (2), Gendritzki (1), Lehr, Markovic (4), Schröder (5), Schubert (2), Schwöbel (2), Stockhofe (6/1), Theis (4), Wötzold (1)